EOS Coin Vorstellung

Juli 6, 2018 0 Von Kristian

Die EOS Coin – macht Kaufen oder Traden 2018 Sinn?

Die Welt der Kryptowährungen ist seit der Erscheinung von Bitcoin 2009 ziemlich gewachsen. Mittlerweile sind über 1000 verschiedene Kryptowährungen auf dem Markt, Tendenz steigend. Eine dieser neuen Coins ist die EOS coin.

EOS io Logo in schwarzer, simpler Schrift

Die Coin in der Vorstellung

Erstmalig hörte man von EOS durch das White Paper, welches 2017 veröffentlicht wurde. Dort stellte die Firma block.one ihre Software EOS.IO und die dazugehörige Coin vor. Die Software wurde am 1. Juni 2017 als Open-Source veröffentlicht. Basis dafür ist eine Blockchain-Architektur, die die vertikale und horizontale Skalierung von Dapps (dezentrale Anwendungen) ermöglicht.

Es soll die stärkste Infrastruktur zum Einsatz von Dapps bieten, indem es dezentralisierte Speicherlösungen und Smart Contracts nutzt. Erreicht werden soll dies, durch eine Betriebssystem-ähnliche Entwicklungsumgebung. Damit sollen Skalierbarkeitsprobleme mit Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum gelöst werden.

Die Software selbst bietet neben Konten, Datenbanken und Authentifizierung auch asynchrone Kommunikation und Planung von Dapps über eine Vielzahl von CPU-Kernen oder Clustern. Die subsequente Blockchain-Architektur skaliert auf Millionen von Transaktionen pro Sekunde, macht Benutzergebühren überflüssig und ermöglicht die schnelle und einfache Bereitstellung dezentraler Anwendungen.

Zum Generieren von Tokens, beziehungsweise EOS Coins, wird ein „Delegated Proof-of-Stake“ System (DPoS) verwendet. Dabei ist es nur 21 ausgewählten Blockproduzenten erlaubt, EOS Coins zu produzieren und zu validieren.

Wo kann man die Währung kaufen?

Es gibt zurzeit zwei Möglichkeiten, um Coins zu erwerben, über die am 1. Juni 2018 endende ICO oder über eine Exchange-Börse. Im Rahmen der ICO konnten in der ersten Verteilungsphase, die am 26. Juni 2017 begann, 200 Millionen Token erworben werden. Während der zweiten Phase, die bis zum 1. Juni 2018 anhält, werden in 23 Stunden Abständen nochmal 700 Millionen Tokens verteilt. Der Cap liegt bei 1 Milliarde Coins wobei 10 % für block.one reserviert bleiben und nicht auf das Ethereum Netzwerk übertragen werden können. Die von block.one gewählte Verteilungsmethode erlaubt so vielen Personen, Tokens zu erwerben. Damit soll Menschen die Chance gegeben werden, die Entwicklung der Software zu sehen, bevor sie sich zum Kauf der Tokens entscheiden.

Um an dem ICO teilzunehmen, müssen Ether aus dem Wallet über eine Ethereum-Smart-Contract-Adresse versendet werden. Über den Menüpunkt „Get EOS“ auf der EOS-Startseite beginnt man dann die Transaktion. Sind die AGB akzeptiert, erklärt eine Anleitungsseite, wie die Coins erworben werden
können.

Über eine Exchange-Börse können nicht direkt EOS-Coins gekauft werden. Stattdessen müssen Bitcoins auf einer Trading-Börse gegen die Währung eingetauscht werden.

Welches Wallet sollte man benutzen?

Die Auswahl der richtigen Wallet ist vor allem beim Kauf der Tokens über die ICO extrem wichtig. Beim Transferieren von Ether zur Erhaltung von EOS Coins darf auf keinen Fall ein Exchange-Wallet verwendet werden. Diese können vom System nicht zugeordnet werden. Das Resultat ist, dass die getauschten EOS so nie ankommen und man Ether verliert. Für die Distribution werden die „MetaMask Wallet“ oder die „My Ether Wallet“. Alternativ eignet sich natürlich auch die EOS Distribution App.

Diese Möglichkeiten hat man zum Trading

Den Kurs von Kryptowährungen zu bestimmen ist unmöglich, da dieser natürlich schwankt. Um einen aktuellen Überblick zu erhalten, eignet sich coinmarketcap.com. Dort werden auch Informationen zu Marktkapitalisierung und Volumen bereitgestellt.
Trading der Währung findet derzeit auf mehreren Börsen statt, so zum Beispiel auf HitBTC, Bithumb, Kraken oder Binance. Eine vollständige Liste von Börsen, die für das Trading infrage kommen findet man auf coingecko.com.

Ausblick: Dieses Potenzial hat EOS

Mit der Ankündigung, alles zu dezentralisieren, hat block.one im letzten Jahr definitiv Schlagzeilen gemacht. Und auch knapp ein Jahr nach der Veröffentlichung des White Paper scheint es, dass deren Technologie durchaus ernst zu nehmen ist.

Vor allem das Wegfallen von Transaktionskosten und die hohe Skalierbarkeit verschaffen dem Anbieter scheinbar einen Riesenvorteil gegenüber sogar Ethereum. Kritische Äußerungen gibt es allerdings vor allem über das DPoS von EOS. So könnte laut einem Beitrag auf www.kryptopedia.org, eine kleine Gruppe von Individuen die Plattform kontrollieren, was alles andere als das Ziel dezentraler Anwendungen ist.

Noch ist Ethereum weitaus überlegen, allein durch den zeitlichen Vorsprung, den es hatte. Des weiteren, wird auch Ethereum mit Raiden und Plasma wohl bald das Level der Skalierbarkeit von EOS erreichen. Es bleibt abzuwarten, was die Ergebnisse der ICO bringen, die am 1. Juni 2018 ausläuft. Vielversprechend ist das Konzept allemal.